Windenergie
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Die Bundesnetzagentur hat entschieden, die Nordsee-Flächen N-10.1 und N-10.2 erst 2027 auszuschreiben, nachdem der Offshore-Verband die Verschiebung der für Juni 2026 geplanten 2,5-GW-Runde gefordert hatte, um Zeit für die Reform des Ausschreibungssystems zu lassen. Das Mindestvolumen für 2026 hatte das Parlament bereits von 3.000 auf 2.500 MW gekürzt. Das 70-GW-Ziel für 2045 bleibt von der Pause unberührt.
Windenergie
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Im ersten Halbjahr 2026 genehmigte Deutschland Windräder an Land mit 9,1 GW — Halbjahresrekord, plus 14 Prozent — und baute 2,36 GW, 423 Anlagen. Der Gesamtbestand erreichte 29.248 Anlagen und knapp 70 GW. Das EEG-Ziel für 2026, 84 GW, wird dennoch verfehlt. 2025 war mit 20,8 GW das stärkste Genehmigungsjahr der Geschichte.
Netz
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Der Schaltposten Osterath und die Gleichstromverbindung Ultranet — zwischen dem Rheinland und Baden-Württemberg, auf bestehenden Masten — gehen 2026 planmäßig in Betrieb, laut dem Statusbericht des Wirtschaftsministeriums. A-Nord folgt 2027, SuedLink und SuedOstLink ab 2028. Auch die letzte der großen Nord-Süd-Verbindungen ist nun vollständig genehmigt.
Markt
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Das Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz (StromVKG), am 13. Mai vom Kabinett beschlossen, bringt 2026 insgesamt 12 GW zur Ausschreibung: je 4,5 GW im September und Dezember, dazu eine technologieneutrale Tranche von 2 GW, bei der auch Batterien bieten können. Alle neuen Gaskraftwerke müssen „H2-ready" sein, umrüstbar auf Wasserstoff bis 2045.
Energiepolitik
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Seit Januar 2026 sinkt die Stromsteuer auf das europäische Minimum nur für Industrie, Land- und Forstwirtschaft — rund 600.000 Betriebe. Die Haushalte bekommen stattdessen nur den Zuschuss zu den Netzentgelten, etwa 2 Cent pro kWh, obwohl der Koalitionsvertrag die Senkung „für alle" versprach. Die Kosten von 5,4 Milliarden pro Jahr stoppten das Versprechen.
Energiepreise
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Seit Januar 2026 bezuschusst der Staat die Übertragungsnetzentgelte mit 6,5 Milliarden Euro pro Jahr. Das Ergebnis: Die Netzentgelte sind im Schnitt um 17,6 Prozent gesunken — rund 1,95 Cent pro kWh, etwa 100 Euro im Jahr für einen Haushalt mit 3.500 kWh. Im Osten und Norden liegen die Rückgänge über 20 Prozent.