Brüssel genehmigt den deutschen Industriestrompreis: rund 5 Cent für die energieintensive Industrie
Die EU-Kommission genehmigte im April das deutsche Industriestrompreis-Schema: Betriebe aus rund 91 energieintensiven Branchen — Chemie, Stahl, Glas, Halbleiter — zahlen zwischen 2026 und 2028 effektiv etwa 5 Cent pro kWh, für höchstens die Hälfte ihres Jahresverbrauchs. Das Geld fließt erst ab 2027, rückwirkend, über Anträge beim Bundesförderzentrum.
EuroEnergy-Redaktion · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert 28. Sept. 2026
Die deutsche Schwerindustrie bekommt die seit Jahren geforderte Preishilfe: Die EU-Kommission hat das „Industriestrompreis"-Schema genehmigt, das die effektiven Stromkosten für energieintensive Betriebe auf rund 5 Cent pro Kilowattstunde senkt — für viele etwa die Hälfte des Marktniveaus.
Wer hineinkommt: rund 91 energieintensive Branchen, von Chemie und Stahl bis Glas und Halbleiter. Die Förderung deckt höchstens die HÄLFTE des Jahresverbrauchs der Firma — die andere Hälfte bleibt zum Marktpreis, damit der Effizienzanreiz nicht stirbt.
Der Kalender des Geldes: Das Schema gilt für 2026 bis 2028, doch die Zahlungen fließen erst ab 2027, rückwirkend; die Anträge laufen über das Bundesförderzentrum, das Registrierungsportal ist für Dezember 2026 angekündigt.
Der Streit darum ist nicht erloschen: Kritiker fragen, warum Batterien und Effizienz nicht dasselbe Geld bekommen, und die Mittelständler — zu groß für Sozialboni, zu klein für die Liste der 91 — bleiben auf der vollen Rechnung sitzen. Die Verfeinerung der Liste, notiert die Wirtschaftspresse, entscheidet, wer den Industriewinter überlebt.
Der Kontext, der die Eile erklärt: Der deutsche Großhandelspreis liegt weiter über den nördlichen Nachbarn, und die Verlagerungen werden monatlich gemeldet. Die Unterschiede zwischen den Ländern: die Preisseite.
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