28. Sept. 2026

RWE hebt die Prognose und wettet auf Netze: EBITDA plus 40 Prozent und Mehrheit an Amprion

RWE schloss das erste Halbjahr 2026 mit einem bereinigten EBITDA von 3 Milliarden Euro, plus über 40 Prozent, und einem von 0,8 auf 1,3 Milliarden gestiegenen bereinigten Nettoergebnis. Der Konzern hebt die Jahresprognose, baut die Mehrheitsbeteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion aus und erhöht den Investitionsrahmen für 2026 auf 9 bis 11 Milliarden; bis 2031 sind 42 Milliarden netto geplant.

EuroEnergy-Redaktion · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert 28. Sept. 2026

Centrală a concernului RWE
Foto: qwesy qwesy · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Deutschlands größter Stromerzeuger lieferte ein Halbjahr über den Erwartungen und einen strategischen Akzentwechsel. RWE meldete für die erste Hälfte 2026 ein bereinigtes EBITDA von drei Milliarden Euro — über 40 Prozent mehr als im Vorjahr — und ein von 0,8 auf 1,3 Milliarden gestiegenes bereinigtes Nettoergebnis; je Aktie von 1,08 auf 1,77 Euro, plus über 60 Prozent.

Die Jahresprognose wurde angehoben, getragen vom starken Halbjahr — neu ans Netz gegangene Parks, inspirierter Handel, gute Winde.

Der strategische Zug ist aber ein anderer: RWE, der Erzeugungsgigant, kauft Draht. Der Konzern baut seine MEHRHEITSBETEILIGUNG an Amprion aus, einem der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber, und der Investitionsrahmen für 2026 steigt auf 9 bis 11 Milliarden Euro, gerade damit das Paket hineinpasst; bis 2031 plant RWE 42 Milliarden netto — in Erneuerbare, Batterien, flexible Gaskraftwerke und nun auch Netze. Spiegelbildlich wird das Amerika-Engagement dünner: Der Rückzug aus Übersee-Projekten kostete 1,22 Milliarden Dollar.

Die Logik: genau die, die alle großen europäischen Versorger zu den regulierten Assets treibt — stabile Erlöse, Jahrzehnte im Voraus, in einem Deutschland, das sein Netz von Grund auf neu baut.

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