27. Sept. 2026

Die deutschen Gasspeicher gehen mit 57 Prozent in den Winter — dem tiefsten Stand seit Messbeginn

Ende September waren die deutschen Speicher zu rund 57 Prozent gefüllt — etwa 18 Punkte unter dem Vorjahr und laut INES der tiefste Stand für diese Jahreszeit seit 15 Jahren. Die Szenarien des Speicherverbands: Mit 77 Prozent am 1. November übersteht ein Normalwinter ohne Sorgen; ein sehr kalter Winter kann die Speicher Anfang Februar leeren. Die Bundesnetzagentur sieht keine akute Gefahr.

EuroEnergy-Redaktion · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert 28. Sept. 2026

Instalație de depozitare a gazelor
Foto: Magnussen, Friedrich (1914-1987) · CC BY-SA 3.0 de · Wikimedia Commons

Deutschland geht mit dem dünnsten Gaspolster in die kalte Jahreszeit, seit Buch geführt wird: rund 57 Prozent Füllstand Ende September — etwa 18 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert und laut dem Speicherverband INES der tiefste Stand für diese Jahreszeit in 15 Jahren Aufzeichnung.

Wie es dazu kam: Der vergangene Winter leerte die Speicher tiefer, und im Sommer hinkte die Befüllung — der Sommer-Winter-Spread der Preise war zu klein, um die Einspeicherung zu bezahlen, und die kommerziellen Betreiber hatten keinen Grund zur Eile. Der Markt vertagte; der Kalender nicht.

Die INES-Szenarien bringen es in Zahlen: Erreichen die Speicher am 1. November 77 Prozent, kommt ein NORMALER Winter vollständig versorgt durch, mit rund 38 Prozent Rest am 1. April. Ein SEHR KALTER Winter aber kann die Speicher Anfang Februar 2027 vollständig leeren — dann hängt alles an den LNG-Importen und den Leitungen aus Norwegen.

Die Behörde beruhigt: Die Bundesnetzagentur sieht keinen akuten Engpass und bewertet die Versorgung als stabil; die Importe sind weit diversifizierter als in der Krise von 2022.

Warum es auch den Strom betrifft: An windstillen Winterabenden setzen die Gaskraftwerke den Marktpreis. Dünne Speicher = nervöse Preise. Die europäischen Preise, Tag für Tag: die Preisseite.

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