SuedLink kommt voran: Der erste Erdkabelabschnitt ist fertig, gebaut wird in sechs Bundesländern
Tennet hat den ersten vollständigen Erdkabelabschnitt der SuedLink-Trasse abgeschlossen — der 700 km langen 4-GW-Stromautobahn zwischen dem windreichen Norden und dem Industriesüden, die gleichzeitig in allen sechs durchquerten Bundesländern gebaut wird, mit Inbetriebnahme ab 2028. Daneben gehen 2026 der Schaltposten Osterath und die Ultranet-Verbindung in Betrieb.
EuroEnergy-Redaktion · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert 28. Sept. 2026
Deutschlands meistdiskutierte Stromleitung nimmt endlich unter der Erde Gestalt an: Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet hat den ersten vollständigen Erdkabelabschnitt des SuedLink fertiggestellt, der Gleichstromtrasse, die 4 Gigawatt aus dem windgepeitschten Norden in den Industriesüden tragen wird.
Gebaut wird überall: rund 700 Kilometer, gleichzeitig in Arbeit in allen sechs durchquerten Bundesländern — von Niedersachsen über Thüringen bis nach Bayern und Baden-Württemberg. Seit Oktober 2024 vollständig genehmigt, soll die Leitung ab 2028 in Betrieb gehen. Die Kosten, die sie berühmt machten, stammen aus der politischen Entscheidung, sie fast vollständig zu vergraben — nach den Mastenprotesten der 2010er Jahre.
Andere Teile kommen früher: Der Schaltposten Osterath und die Gleichstromverbindung Ultranet — die bestehende Masten zwischen dem Rheinland und Baden-Württemberg mitnutzt — gehen planmäßig 2026 in Betrieb; A-Nord folgt 2027. Und die Bundesnetzagentur hat auch die letzte der drei großen Nord-Süd-Verbindungen vollständig genehmigt.
Warum jeder Kilometer zählt: Solange der Norden produziert und der Süden verbraucht, wird jedes Jahr Verzögerung in Redispatch bezahlt — die jährlichen Milliarden für das Abschalten der Windräder im Norden und das Hochfahren der Kraftwerke im Süden.
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