Deutsche Windkraft: Genehmigungsrekord, doch das gesetzliche 84-GW-Ziel entgleitet
Im ersten Halbjahr 2026 genehmigte Deutschland Windräder an Land mit 9,1 GW — Halbjahresrekord, plus 14 Prozent — und baute 2,36 GW, 423 Anlagen. Der Gesamtbestand erreichte 29.248 Anlagen und knapp 70 GW. Das EEG-Ziel für 2026, 84 GW, wird dennoch verfehlt. 2025 war mit 20,8 GW das stärkste Genehmigungsjahr der Geschichte.
EuroEnergy-Redaktion · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert 28. Sept. 2026
Der deutsche Wind weht kräftig in den Genehmigungsbehörden und etwas flauer auf den Baustellen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 1.419 neue Anlagen mit 9.150 MW genehmigt — ein Halbjahresrekord, knapp 14 Prozent über dem Vorjahr —, während im Feld 423 Anlagen mit 2,36 GW errichtet wurden, ein Plus von 7 Prozent.
Wo der Bestand steht: Zum 30. Juni 2026 drehten sich in Deutschland 29.248 Windräder an Land mit einer Gesamtleistung von 69.952 MW — einen Schritt vor der 70-GW-Marke.
Und doch entgleitet das Ziel. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz verlangte 84 GW an Land im Jahr 2026; im aktuellen Bautempo wird das Ziel verfehlt — so die Wirtschaftspresse auf Basis der Halbjahreszahlen der Branche. Genehmigt heißt nicht gebaut: Zwischen Stempel und Netzanschluss liegen Ausschreibungen, Turbinenbestellungen und fehlende Kräne.
Die Pipeline ist riesig: 2025 war mit rund 3.310 genehmigten Anlagen und 20.765 MW das stärkste Genehmigungsjahr der deutschen Windgeschichte. Die Leitung ist voll; offen bleibt, wie schnell sie sich auf den Baustellen leert — und ob die Politik, die in Berlin den Rechtsrahmen neu diskutiert, nicht neue Bremsen einbaut.
Wie viel der Wind gerade im deutschen Mix liefert: die Länderseite.
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