Die deutschen Netzentgelte sinken um 17,6 Prozent: Berlin legt 6,5 Milliarden Euro in die Rechnung
Seit Januar 2026 bezuschusst der Staat die Übertragungsnetzentgelte mit 6,5 Milliarden Euro pro Jahr. Das Ergebnis: Die Netzentgelte sind im Schnitt um 17,6 Prozent gesunken — rund 1,95 Cent pro kWh, etwa 100 Euro im Jahr für einen Haushalt mit 3.500 kWh. Im Osten und Norden liegen die Rückgänge über 20 Prozent.
EuroEnergy-Redaktion · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert 28. Sept. 2026
Seit Januar zahlen die Deutschen weniger für den Weg des Stroms: Der Bund hat einen Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro pro Jahr zu den Übertragungsnetzentgelten eingeführt, und der Effekt zeigt sich direkt auf den Rechnungen — die Netzentgelte sind im Schnitt um 17,6 Prozent gesunken, wie die Auswertungen der Fachpresse zeigen.
In Geld: rund 1,95 Cent pro Kilowattstunde. Für einen gewöhnlichen Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch beträgt die Entlastung etwa 100 Euro im Jahr.
Nicht überall gleich. Am stärksten sinken die Entgelte genau dort, wo sie am meisten drückten — in den Regionen, die die Hauptlast der Energiewende tragen: −29,3 Prozent im E.DIS-Netz in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, −26,8 Prozent bei Avacon in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, −22,3 Prozent im NordNetz in Schleswig-Holstein und ebenfalls −22,3 Prozent bei LEW in Bayern.
Warum der Staat zahlt. Das Übertragungsnetz wächst in historischem Tempo — die Nord-Süd-Trassen, die Offshore-Anbindungen — und seine Kosten wären über das Entgelt wieder bei den Verbrauchern gelandet. Der Zuschuss verlagert einen Teil der Rechnung in den Haushalt, wo die ganze Volkswirtschaft sie tragen kann.
Wie viel vom Endpreis Netz ist und wie viel Energie, zeigt der Vergleich der Preise nach Ländern.
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