27. Sept. 2026

Deutschlands Photovoltaik hat die 117 Gigawatt überschritten, und das Solarspitzengesetz wirkt

Der deutsche Photovoltaikpark stieg bis Ende 2025 auf rund 117 GW, weit über die symbolische 100-GW-Marke. Das seit Februar 2025 geltende Solarspitzengesetz streicht neuen Anlagen die Förderung in Stunden mit negativen Preisen — und der Markt passt sich an: weniger negative Stunden, mehr Batterien.

EuroEnergy-Redaktion · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert 28. Sept. 2026

Parc fotovoltaic în Germania
Foto: Velopilger · CC0 · Wikimedia Commons

Deutschland bleibt Europas größte Solarmacht: rund 117 Gigawatt Photovoltaik waren Ende 2025 installiert, so die Übersicht des Fraunhofer ISE — die 100-GW-Marke, die lange wie ein ferner Horizont wirkte, liegt längst zurück.

Das Problem des Erfolgs ist bekannt: Mittags drückt die Sonne aller gleichzeitig ins Netz. Am 1. Mai 2026 fiel der Spotpreis stundenlang auf −50 Cent pro Kilowattstunde — eine Zahlung dafür, den Strom loszuwerden.

Die gesetzliche Antwort ist das Solarspitzengesetz, in Kraft seit Februar 2025: Neue Photovoltaikanlagen verlieren ihren Einspeisevergütungsanspruch ab der ERSTEN Viertelstunde mit negativem Spotpreis, ohne Schonfrist. Die Botschaft ist klar: Wer produziert, wenn niemand den Strom braucht, wird vom Staat nicht mehr bezahlt.

Und der Markt bewegt sich: Das erste Halbjahr 2026 schloss mit 299 negativen Stunden, 23 Prozent unter den 389 des Vorjahreszeitraums — entgegen den Prognosen, die 700 bis 900 Stunden fürs Gesamtjahr sahen. Die Erklärung der Fachpresse: Die boomenden Batterien, flexible Großverbraucher und das wachsende Netz beginnen, den Solarmittag zu schlucken.

Deutschlands Solarproduktion, Stunde für Stunde: die Länderseite.

Weitere Nachrichten

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Kommentare erscheinen nach Freigabe durch die Redaktion.

← Alle Nachrichten