Die Zwangsordnung im deutschen Netz wird billiger: Redispatch-Prognose um vier Milliarden gekappt
Die deutschen Netzbetreiber haben die Kostenprognose für das Engpassmanagement massiv nach unten korrigiert: für 2026–2028 um fast vier Milliarden Euro unter die vorherige Schätzung. 2025 kostete rund 3,1 Milliarden, nach 2,7 im Jahr 2024. Die Gründe: neue Leitungen, die in Betrieb gehen, Batterien und bessere Prognosen.
EuroEnergy-Redaktion · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert 28. Sept. 2026
Wenige Zahlen beschreiben die chronische Krankheit des deutschen Systems besser als die Redispatch-Rechnung: das Geld dafür, Windräder im Norden abzuschalten und Kraftwerke im Süden hochzufahren, wenn die Leitungen dazwischen nicht mehr reichen. Die Nachricht von 2026: Die Krankheit zeigt Zeichen der Besserung.
Die Prognose wurde kräftig gekappt: Für die Jahre 2026–2028 erwarten die Übertragungsnetzbetreiber kumulierte Kosten von fast vier Milliarden Euro UNTER der vorherigen Prognose — für 2026 rund vier Milliarden, statt Schätzungen, die Richtung fünf gingen. Die Faktenchecks der Fachpresse halten für die Eingriffe 2026 eine Größenordnung von 3,5 Milliarden fest.
Woher wir kommen: 2,7 Milliarden Euro 2024, rund 3,1 Milliarden 2025 — bei anhaltend vielen Eingriffen: Solange der Netzausbau dem Erneuerbaren-Ausbau hinterherläuft, dirigieren die Betreiber täglich von Hand.
Warum es billiger wird: Die ersten großen Nord-Süd-Verbindungen nähern sich dem Ziel, Batterien schlucken lokale Spitzen, die Wetter- und Energieprognosen wurden feiner, die Flexibilitätsmärkte wachsen. Jeder Kilometer neue Leitung ist Redispatch, der nicht mehr bezahlt wird.
Die politische Fußnote: Die Zahlen sind Munition in der Debatte über die Teilung der Strompreiszone geworden — der Norden sagt, er bezahle die Zwangsordnung des Südens.
Die Engpässe zeigen sich, indirekt, in den Unterschieden zwischen den Ländern auf der Preisseite.
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