Deutschlands LNG-Terminals nach dem Rekordjahr: 106 TWh eingespeist, Stade und Brunsbüttel rücken näher
2025 war das Rekordjahr der deutschen LNG-Terminals: 106 TWh Gas ins Netz eingespeist, bei rund 80 Prozent Auslastung. 2026 nähern sich die festen Terminals in Stade — frühestens im zweiten Quartal — und Brunsbüttel mit 8 bis 10 Milliarden Kubikmetern pro Jahr dem Start. Kritiker warnen vor Überkapazitäten; der Winter mit leeren Speichern gibt ihnen vorerst zu tun.
EuroEnergy-Redaktion · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert 28. Sept. 2026
Im Eiltempo nach dem Wegfall des russischen Gases gebaut, erlebten Deutschlands schwimmende LNG-Terminals 2025 ihr Rekordjahr: 106 Terawattstunden Erdgas ins Netz eingespeist — bei einer Auslastung von rund 80 Prozent, nach einem schwächeren 2024 mit 64 Prozent.
Die Flotte wird sesshaft. Die in der Krise gecharterten Terminalschiffe bekommen Geschwister aus Beton: Das feste Elbe-Terminal in Stade soll frühestens im zweiten Quartal 2026 in Betrieb gehen, und das „German LNG Terminal" in Brunsbüttel, mit einer Importkapazität von 8 bis 10 Milliarden Kubikmetern pro Jahr, nähert sich ebenfalls der Fertigstellung. In Wilhelmshaven wachsen die Kapazitäten in Etappen.
Die Kritiker sind nicht verstummt: Ökonomische Analysen warnen seit Jahren, Deutschland baue mehr Importkapazität, als es je nutzen werde — „Investitionsruinen" im Werden, während die Gasnachfrage strukturell sinkt. Die reale Auslastung schwankte tatsächlich stark von Jahr zu Jahr.
Doch dieser Winter gibt ihnen Arbeit: Mit Speichern auf historischen Tiefständen hält genau die Regasifizierung an der Küste die Balance — in den Kältewellen der letzten Winter lieferten die Terminals Rekordmengen.
Wie viel das Gas im deutschen Strom wiegt, Tag für Tag: die Länderseite.
Weitere Nachrichten
Kommentare
Schreiben Sie den ersten Kommentar.