Ultranet startet 2026: Deutschlands erste Gleichstromtrasse auf wiederverwendeten Masten
Der Schaltposten Osterath und die Gleichstromverbindung Ultranet — zwischen dem Rheinland und Baden-Württemberg, auf bestehenden Masten — gehen 2026 planmäßig in Betrieb, laut dem Statusbericht des Wirtschaftsministeriums. A-Nord folgt 2027, SuedLink und SuedOstLink ab 2028. Auch die letzte der großen Nord-Süd-Verbindungen ist nun vollständig genehmigt.
EuroEnergy-Redaktion · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert 28. Sept. 2026
Die erste der deutschen Stromautobahnen erreicht den Bahnsteig: Die Gleichstromverbindung Ultranet zwischen Osterath (bei Düsseldorf) und Philippsburg (in Baden-Württemberg) geht 2026 in Betrieb, zusammen mit dem Schaltposten Osterath — bestätigt der im Juni veröffentlichte Statusbericht des Bundeswirtschaftsministeriums zum Netzausbau.
Was sie besonders macht: Ultranet gräbt und errichtet fast nichts Neues — sie schickt ihren Gleichstrom über BESTEHENDE MASTEN, neben den Wechselstromkreisen. Sie ist die schnellste und billigste der Trassen, gerade weil sie nutzt, was da ist; spiegelbildlich ist der fast vollständig vergrabene SuedLink die teuerste.
Die ganze Kette nimmt Form an: A-Nord, das Ultranet mit dem Windnorden verbindet, folgt 2027 — zusammen werden sie 2 GW aus dem Emsland an den Rhein und weiter nach Süden tragen. SuedLink und SuedOstLink, mit je 4 GW, kommen ab 2028. Und die Bundesnetzagentur hat 2026 auch die letzte der drei großen Nord-Süd-Verbindungen vollständig genehmigt — eine Premiere: Das ganze Skelett ist endlich von Kopf bis Fuß genehmigt.
Warum dieses Jahr zählt: Jede gestartete Trasse verschiebt Megawatt vom Redispatch in den Markt — und macht das Argument derer dünner, die die Preiszone teilen wollen.
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