Donnerstag, 5. November 2026 | Letzte Aktualisierung: 10:40 (rumänische Zeit)

Nachrichten aus Deutschland

Die wichtigsten Energie-Nachrichten aus Deutschland: Strom, Gas, Preise und Infrastruktur.

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Netz Wer zuerst kommt, mahlt nicht mehr zuerst: Gericht bestätigt Aufteilung großer Netzanschlüsse in Berlin Deutschland · 5. Nov. 2026

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat am 4. November entschieden, dass die Bundesnetzagentur zu Recht nicht gegen die neue Vergabe von Kapazität für große Anschlüsse im Berliner Netz vorgegangen ist. Das Windhundprinzip wurde 2024 durch eine jährliche Verteilung zu gleichen Teilen ersetzt, nachdem Rechenzentren eine Welle von Anfragen ausgelöst hatten.

Gas

Deutschland verfehlt Winterziel beim Gas: Speicher am 1. November bei 61,5 %, verlangt waren rund 70 %

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 3. Nov. 2026

Die deutschen Gasspeicher waren am 1. November zu 61,5 % gefüllt und lagen damit unter dem durchschnittlichen gesetzlichen Ziel von rund 70 %, wie der Speicherverband INES mitteilt, der eine Speicherverpflichtung für Lieferanten fordert. Die Bundesnetzagentur hält die Versorgung für stabil, ihr Präsident warnt jedoch, der niedrige Stand könnte die Preise treiben.

Neueste Nachrichten

Erneuerbare

Erneuerbare decken 58 Prozent des deutschen Verbrauchs — Halbjahresrekord

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

Im ersten Halbjahr 2026 deckten die erneuerbaren Energien 58,0 Prozent des Bruttostromverbrauchs Deutschlands, fast drei Punkte mehr als im Vorjahr — Rekord für ein erstes Halbjahr, nach den Berechnungen von BDEW und ZSW. An der öffentlichen Nettostromerzeugung lag der grüne Anteil noch höher: 61,8 Prozent, mit Wind und Sonne an der Spitze.

Markt

Fünf Preiszonen statt einer: Die Empfehlung, die Deutschland in zwei Lager spaltet

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

Die europäischen Übertragungsnetzbetreiber haben im Bidding Zone Review die Teilung der gemeinsamen Preiszone Deutschland–Luxemburg in fünf Zonen mit unterschiedlichen Preisen empfohlen. ACER schätzt Effizienzgewinne von 450 bis 540 Millionen Euro pro Jahr; die Industrie und der Süden wehren sich vehement, der Norden fordert „eine neue Ordnung". Die Entscheidung ist im Herbst 2026 wieder ein offener politischer Konflikt.

Netz

SuedLink kommt voran: Der erste Erdkabelabschnitt ist fertig, gebaut wird in sechs Bundesländern

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

Tennet hat den ersten vollständigen Erdkabelabschnitt der SuedLink-Trasse abgeschlossen — der 700 km langen 4-GW-Stromautobahn zwischen dem windreichen Norden und dem Industriesüden, die gleichzeitig in allen sechs durchquerten Bundesländern gebaut wird, mit Inbetriebnahme ab 2028. Daneben gehen 2026 der Schaltposten Osterath und die Ultranet-Verbindung in Betrieb.

Netz90 →

Netz

Wer bezahlt das Netz der Zukunft? Die Bundesnetzagentur schreibt die deutschen Entgelte von Grund auf neu

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Unter dem Codenamen AgNes baut die Bundesnetzagentur das Netzentgeltsystem neu: Die förmliche Konsultation des vollständigen Entwurfs beginnt im Sommer 2026, das neue Rahmenwerk steht bis Jahresende, die Anwendung kommt ab 2029. Erzeuger sollen erstmals Einspeiseentgelte zahlen, Speicher und flexible Verbraucher bekommen eigene Regeln. Im Februar hat die Behörde bereits die „vermiedenen Netzentgelte" gekappt — ein Relikt einer anderen Epoche.

Gas86 →

Gas

Deutschlands LNG-Terminals nach dem Rekordjahr: 106 TWh eingespeist, Stade und Brunsbüttel rücken näher

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

2025 war das Rekordjahr der deutschen LNG-Terminals: 106 TWh Gas ins Netz eingespeist, bei rund 80 Prozent Auslastung. 2026 nähern sich die festen Terminals in Stade — frühestens im zweiten Quartal — und Brunsbüttel mit 8 bis 10 Milliarden Kubikmetern pro Jahr dem Start. Kritiker warnen vor Überkapazitäten; der Winter mit leeren Speichern gibt ihnen vorerst zu tun.

Weitere Nachrichten

Energiepreise

Die Überraschung des Jahres am deutschen Markt: Die Stunden mit Negativpreisen SINKEN — das System lernt

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

299 Stunden mit negativen Preisen im ersten Halbjahr 2026, gegenüber 389 im Vorjahreszeitraum — ein Minus von 23 Prozent, das die Prognosen von 700 bis 900 Stunden im Jahr widerlegt. Die Erklärung: fast verdoppelte Batterien, flexible Verbraucher und der Netzausbau. Die Extreme sind nicht verschwunden: Am 1. Mai fiel der Spot auf −50 Cent pro kWh.

Energiepolitik

Deutschlands grüner Strom kostet den Bundeshaushalt 2026 16 Milliarden Euro

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Der EEG-Finanzierungsbedarf für 2026 beträgt 16,15 Milliarden Euro — die Differenz zwischen 17,8 Milliarden Förderkosten und 3,1 Milliarden Vermarktungserlösen, nach der Rechnung der Übertragungsnetzbetreiber. Der Bundestag hat 17,2 Milliarden bereitgestellt. Seit 2023 steht die Rechnung nicht mehr auf der Stromrechnung, sondern im Haushalt.

Energiepolitik

Brüssel genehmigt den deutschen Industriestrompreis: rund 5 Cent für die energieintensive Industrie

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Die EU-Kommission genehmigte im April das deutsche Industriestrompreis-Schema: Betriebe aus rund 91 energieintensiven Branchen — Chemie, Stahl, Glas, Halbleiter — zahlen zwischen 2026 und 2028 effektiv etwa 5 Cent pro kWh, für höchstens die Hälfte ihres Jahresverbrauchs. Das Geld fließt erst ab 2027, rückwirkend, über Anträge beim Bundesförderzentrum.

Netz

Die Smart Meter bleiben die Achillesferse der deutschen Energiewende: 23 Prozent der Pflichtfälle ausgestattet

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Ende 2025 hatten nur 23,3 Prozent der Pflichteinbaufälle ein intelligentes Messsystem — das gesetzliche Ziel von 90 Prozent gilt erst für 2032. Die Pflicht trifft Verbraucher über 6.000 kWh/Jahr und Prosumenten ab 7 kWp; die Kosten sind auf 20 Euro pro Jahr gedeckelt. Ohne Smart Meter kein dynamischer Tarif — die Brücke zwischen den Haushalten und dem billigen Mittag des Marktes.

Energiepolitik

Deutschlands Kohleausstieg läuft dem Kalender voraus: Auch dieses Jahr braucht es keine Verbote

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Die Bundesnetzagentur stellte am 1. September fest, dass kein Kohleverfeuerungsverbot angeordnet werden muss: Bis zum Prüfstichtag waren bereits genug Kraftwerke aus dem Markt ausgeschieden, sodass das gesetzliche Zielniveau für 2029 deutlich unterschritten wird. Parallel prüft das Wirtschaftsministerium, RWE-Braunkohleblöcke in eine Sicherheitsreserve zu überführen. Der Endtermin bleibt spätestens 2038.

Strom

Deutschlands Rechenzentren überschreiten 3 Gigawatt, und der Netzanschluss wird zum Nadelöhr der KI

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Die Leistung der deutschen Rechenzentren wuchs 2025 um 9 Prozent auf 2.980 MW und überschreitet 2026 die 3.000-MW-Marke, bei 21,3 TWh Verbrauch, laut Bitkom. Die KI-Kapazitäten sollen sich bis 2030 vervierfachen, von 530 auf 2.020 MW. Der VDE warnt, der Netzanschluss werde zum entscheidenden Engpass: Betreiber wie Syna und Amprion mussten bereits zugesagte Anschlussverträge zurücknehmen.

Gas

Deutschlands LNG-Terminals nach dem Rekordjahr: 106 TWh eingespeist, Stade und Brunsbüttel rücken näher

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

2025 war das Rekordjahr der deutschen LNG-Terminals: 106 TWh Gas ins Netz eingespeist, bei rund 80 Prozent Auslastung. 2026 nähern sich die festen Terminals in Stade — frühestens im zweiten Quartal — und Brunsbüttel mit 8 bis 10 Milliarden Kubikmetern pro Jahr dem Start. Kritiker warnen vor Überkapazitäten; der Winter mit leeren Speichern gibt ihnen vorerst zu tun.

Gas

Die deutschen Gasspeicher gehen mit 57 Prozent in den Winter — dem tiefsten Stand seit Messbeginn

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Ende September waren die deutschen Speicher zu rund 57 Prozent gefüllt — etwa 18 Punkte unter dem Vorjahr und laut INES der tiefste Stand für diese Jahreszeit seit 15 Jahren. Die Szenarien des Speicherverbands: Mit 77 Prozent am 1. November übersteht ein Normalwinter ohne Sorgen; ein sehr kalter Winter kann die Speicher Anfang Februar leeren. Die Bundesnetzagentur sieht keine akute Gefahr.

Day-Ahead-Preis heute in Rumänien (€/MWh)

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01:00 274,63
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22:00 374,23
23:00 341,04

Rumäniens Verbrauch heute (MW)

00:00–01:00 · 5.819 MW 00:00 5.819 01:00–02:00 · 5.812 MW 01:00 5.812 02:00–03:00 · 5.524 MW 02:00 5.524 03:00–04:00 · 5.437 MW 03:00 5.437 04:00–05:00 · 5.508 MW 04:00 5.508 05:00–06:00 · 5.744 MW 05:00 5.744 06:00–07:00 · 6.211 MW 06:00 6.211 07:00–08:00 · 6.859 MW 07:00 6.859 08:00–09:00 · 7.124 MW 08:00 7.124 09:00–10:00 · 6.904 MW 09:00 6.904 10:00–11:00 · 6.576 MW 10:00 6.576 6.576MW10:00–11:00

● verbrauchsarme Stunden ● mittlerer Verbrauch ● Spitzenstunden

Schnelldaten

Rumänien 322,5 €/MWh ▲ 7,5%

Frankreich 261,4 €/MWh ▲ 5,5%

aktualisiert 10:40

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