58 Prozent Erneuerbare im Verbrauch, aber 33 Cent die Kilowattstunde für Neukunden; 16 Milliarden EEG-Förderung aus dem Haushalt, 6,5 Milliarden Netzzuschuss, rund 4 Milliarden Redispatch; sinkende Negativstunden, fast verdoppelte Batterien, die erste gestartete Gleichstromtrasse. Das deutsche Jahr liest sich in Zahlenpaaren — und in der Frage, wer die Energiewende bezahlt.
Nachrichten aus Deutschland
Die wichtigsten Energie-Nachrichten aus Deutschland: Strom, Gas, Preise und Infrastruktur.
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Neue Module bekommen immer weniger: Die deutsche Einspeisevergütung geht in die Reform
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026
Die Einspeisevergütung für kleine Photovoltaikanlagen sinkt halbjährlich um rund 1 Prozent, und die für 2026/2027 diskutierte EEG-Reform geht weiter: keine Förderung in Stunden mit negativen Preisen — für Neuanlagen über das Solarspitzengesetz schon aktiv — und eine „Übergangszahlung" statt der heutigen garantierten Vergütungen. Die Botschaft: Das Dach bleibt rentabel durch Eigenverbrauch, nicht durch den Verkauf an den Staat.
Was der deutsche Strom im September kostet: 33 Cent pro kWh für Neukunden
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026
Mitte September zahlten Neukunden mit einjähriger Preisgarantie im Schnitt 33 Cent pro kWh, laut Finanztip. Der Großhandel bleibt vom Nahostkonflikt geprägt, auch wenn sich die Preise gegenüber März entspannt haben; die Börse hatte 2025 bei durchschnittlich 8,65 Cent pro kWh geschlossen, knapp 11 Prozent über 2024. Die Gasversorgung — gesichert, sagt der BDEW.
Neueste Nachrichten
SuedLink kommt voran: Der erste Erdkabelabschnitt ist fertig, gebaut wird in sechs Bundesländern
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026
Tennet hat den ersten vollständigen Erdkabelabschnitt der SuedLink-Trasse abgeschlossen — der 700 km langen 4-GW-Stromautobahn zwischen dem windreichen Norden und dem Industriesüden, die gleichzeitig in allen sechs durchquerten Bundesländern gebaut wird, mit Inbetriebnahme ab 2028. Daneben gehen 2026 der Schaltposten Osterath und die Ultranet-Verbindung in Betrieb.
Deutschlands Batterieboom: fast verdoppelter Zubau, und die Großspeicher übernehmen die Führung
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026
Zwischen Januar und Mai 2026 schloss Deutschland rund 225.000 Speichersysteme mit 3,4 GW ans Netz — fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Premiere im ersten Quartal: Die Großspeicher (+119 Prozent) lieferten mehr Kapazität als alle 125.000 Heimspeicher zusammen. Die großen Player bauen ganz ohne Förderung.
Die Überraschung des Jahres am deutschen Markt: Die Stunden mit Negativpreisen SINKEN — das System lernt
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026
299 Stunden mit negativen Preisen im ersten Halbjahr 2026, gegenüber 389 im Vorjahreszeitraum — ein Minus von 23 Prozent, das die Prognosen von 700 bis 900 Stunden im Jahr widerlegt. Die Erklärung: fast verdoppelte Batterien, flexible Verbraucher und der Netzausbau. Die Extreme sind nicht verschwunden: Am 1. Mai fiel der Spot auf −50 Cent pro kWh.
Deutschlands grüner Strom kostet den Bundeshaushalt 2026 16 Milliarden Euro
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Der EEG-Finanzierungsbedarf für 2026 beträgt 16,15 Milliarden Euro — die Differenz zwischen 17,8 Milliarden Förderkosten und 3,1 Milliarden Vermarktungserlösen, nach der Rechnung der Übertragungsnetzbetreiber. Der Bundestag hat 17,2 Milliarden bereitgestellt. Seit 2023 steht die Rechnung nicht mehr auf der Stromrechnung, sondern im Haushalt.
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Wer bezahlt das Netz der Zukunft? Die Bundesnetzagentur schreibt die deutschen Entgelte von Grund auf neu
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Unter dem Codenamen AgNes baut die Bundesnetzagentur das Netzentgeltsystem neu: Die förmliche Konsultation des vollständigen Entwurfs beginnt im Sommer 2026, das neue Rahmenwerk steht bis Jahresende, die Anwendung kommt ab 2029. Erzeuger sollen erstmals Einspeiseentgelte zahlen, Speicher und flexible Verbraucher bekommen eigene Regeln. Im Februar hat die Behörde bereits die „vermiedenen Netzentgelte" gekappt — ein Relikt einer anderen Epoche.
Ultranet startet 2026: Deutschlands erste Gleichstromtrasse auf wiederverwendeten Masten
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Europas Elektrifizierung braucht schnellere Netzinvestitionen, warnt ENTSO-E
EUROENERGY-REDAKTION | Ganz Europa | 16. Sept. 2026
Weitere Nachrichten
Brüssel genehmigt den deutschen Industriestrompreis: rund 5 Cent für die energieintensive Industrie
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Die EU-Kommission genehmigte im April das deutsche Industriestrompreis-Schema: Betriebe aus rund 91 energieintensiven Branchen — Chemie, Stahl, Glas, Halbleiter — zahlen zwischen 2026 und 2028 effektiv etwa 5 Cent pro kWh, für höchstens die Hälfte ihres Jahresverbrauchs. Das Geld fließt erst ab 2027, rückwirkend, über Anträge beim Bundesförderzentrum.
Die Smart Meter bleiben die Achillesferse der deutschen Energiewende: 23 Prozent der Pflichtfälle ausgestattet
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Ende 2025 hatten nur 23,3 Prozent der Pflichteinbaufälle ein intelligentes Messsystem — das gesetzliche Ziel von 90 Prozent gilt erst für 2032. Die Pflicht trifft Verbraucher über 6.000 kWh/Jahr und Prosumenten ab 7 kWp; die Kosten sind auf 20 Euro pro Jahr gedeckelt. Ohne Smart Meter kein dynamischer Tarif — die Brücke zwischen den Haushalten und dem billigen Mittag des Marktes.
Deutschland der Solarbalkone: anderthalb Millionen Mini-Kraftwerke, alle 73 Sekunden ein neues
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Das deutsche Anlagenregister zählt Anfang Juli 1,41 Millionen Balkonkraftwerke, und die Bundesnetzagentur schätzt, dass real rund 1,5 Millionen in Betrieb sind. Das Tempo: etwa 1.178 pro Tag — eines alle 73 Sekunden. Das Potenzial bleibt riesig: Rund 12 Millionen Haushalte hätten Platz für eines.
Deutschlands Kohleausstieg läuft dem Kalender voraus: Auch dieses Jahr braucht es keine Verbote
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Die Bundesnetzagentur stellte am 1. September fest, dass kein Kohleverfeuerungsverbot angeordnet werden muss: Bis zum Prüfstichtag waren bereits genug Kraftwerke aus dem Markt ausgeschieden, sodass das gesetzliche Zielniveau für 2029 deutlich unterschritten wird. Parallel prüft das Wirtschaftsministerium, RWE-Braunkohleblöcke in eine Sicherheitsreserve zu überführen. Der Endtermin bleibt spätestens 2038.
Deutschlands Rechenzentren überschreiten 3 Gigawatt, und der Netzanschluss wird zum Nadelöhr der KI
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Die Leistung der deutschen Rechenzentren wuchs 2025 um 9 Prozent auf 2.980 MW und überschreitet 2026 die 3.000-MW-Marke, bei 21,3 TWh Verbrauch, laut Bitkom. Die KI-Kapazitäten sollen sich bis 2030 vervierfachen, von 530 auf 2.020 MW. Der VDE warnt, der Netzanschluss werde zum entscheidenden Engpass: Betreiber wie Syna und Amprion mussten bereits zugesagte Anschlussverträge zurücknehmen.
Deutschlands LNG-Terminals nach dem Rekordjahr: 106 TWh eingespeist, Stade und Brunsbüttel rücken näher
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
2025 war das Rekordjahr der deutschen LNG-Terminals: 106 TWh Gas ins Netz eingespeist, bei rund 80 Prozent Auslastung. 2026 nähern sich die festen Terminals in Stade — frühestens im zweiten Quartal — und Brunsbüttel mit 8 bis 10 Milliarden Kubikmetern pro Jahr dem Start. Kritiker warnen vor Überkapazitäten; der Winter mit leeren Speichern gibt ihnen vorerst zu tun.
Die deutschen Gasspeicher gehen mit 57 Prozent in den Winter — dem tiefsten Stand seit Messbeginn
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Ende September waren die deutschen Speicher zu rund 57 Prozent gefüllt — etwa 18 Punkte unter dem Vorjahr und laut INES der tiefste Stand für diese Jahreszeit seit 15 Jahren. Die Szenarien des Speicherverbands: Mit 77 Prozent am 1. November übersteht ein Normalwinter ohne Sorgen; ein sehr kalter Winter kann die Speicher Anfang Februar leeren. Die Bundesnetzagentur sieht keine akute Gefahr.
Der erste Wasserstoff fließt durchs deutsche Kernnetz: Lingen–Marl, 120 Kilometer
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Deutschlands Wasserstoff-Kernnetz ist kein Plan mehr: Zertifizierter grüner Wasserstoff fließt von Lingen, wo ihn die RWE-Elektrolyseure erzeugen, bis zum Chemiepark Marl. Gascade hat eine 400-km-Trasse von Erdgas auf Wasserstoff umgestellt, und seit dem Start der Kapazitätsreservierungen im März hat sich die Nachfrage verdoppelt. Das Ziel: 9.040 km bis 2032, 18,9 Milliarden Euro.
Wer bezahlt das Netz der Zukunft? Die Bundesnetzagentur schreibt die deutschen Entgelte von Grund auf neu
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Unter dem Codenamen AgNes baut die Bundesnetzagentur das Netzentgeltsystem neu: Die förmliche Konsultation des vollständigen Entwurfs beginnt im Sommer 2026, das neue Rahmenwerk steht bis Jahresende, die Anwendung kommt ab 2029. Erzeuger sollen erstmals Einspeiseentgelte zahlen, Speicher und flexible Verbraucher bekommen eigene Regeln. Im Februar hat die Behörde bereits die „vermiedenen Netzentgelte" gekappt — ein Relikt einer anderen Epoche.
Deutschlands Photovoltaik hat die 117 Gigawatt überschritten, und das Solarspitzengesetz wirkt
EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026
Der deutsche Photovoltaikpark stieg bis Ende 2025 auf rund 117 GW, weit über die symbolische 100-GW-Marke. Das seit Februar 2025 geltende Solarspitzengesetz streicht neuen Anlagen die Förderung in Stunden mit negativen Preisen — und der Markt passt sich an: weniger negative Stunden, mehr Batterien.
Day-Ahead-Preis heute in Rumänien (€/MWh)
| 00:00 | 251,65 |
| 01:00 | 257,89 |
| 02:00 | 241,57 |
| 03:00 | 242,86 |
| 03:00 | 237,23 |
| 04:00 | 226,79 |
| 05:00 | 226,51 |
| 06:00 | 245,47 |
| 07:00 | 243,84 |
| 08:00 | 201,70 |
| 09:00 | 135,59 |
| 10:00 | 133,85 |
| 11:00 | 147,93 |
| 12:00 | 153,15 |
| 13:00 | 157,44 |
| 14:00 | 178,04 |
| 15:00 | 217,39 |
| 16:00 | 298,73 |
| 17:00 | 339,31 |
| 18:00 | 296,19 |
| 19:00 | 283,72 |
| 20:00 | 297,96 |
| 21:00 | 274,51 |
| 22:00 | 269,47 |
| 23:00 | 264,08 |
Rumäniens Verbrauch heute (MW)
● verbrauchsarme Stunden ● mittlerer Verbrauch ● Spitzenstunden
Schnelldaten
aktualisiert 02:26
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