Dienstag, 20. Oktober 2026 | Letzte Aktualisierung: 20:10 (rumänische Zeit)

Nachrichten aus Deutschland

Die wichtigsten Energie-Nachrichten aus Deutschland: Strom, Gas, Preise und Infrastruktur.

Wir haben Deutschland geöffnet, nach dem Ort, von dem aus Sie kommen. Alle Nachrichten anzeigen Deutschland folgen

Analysen

Analyse: Das Deutschland von 2026 — grüne Rekorde, schwere Rechnungen und ein System, das schnell lernt

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

58 Prozent Erneuerbare im Verbrauch, aber 33 Cent die Kilowattstunde für Neukunden; 16 Milliarden EEG-Förderung aus dem Haushalt, 6,5 Milliarden Netzzuschuss, rund 4 Milliarden Redispatch; sinkende Negativstunden, fast verdoppelte Batterien, die erste gestartete Gleichstromtrasse. Das deutsche Jahr liest sich in Zahlenpaaren — und in der Frage, wer die Energiewende bezahlt.

Solarenergie

Neue Module bekommen immer weniger: Die deutsche Einspeisevergütung geht in die Reform

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

Die Einspeisevergütung für kleine Photovoltaikanlagen sinkt halbjährlich um rund 1 Prozent, und die für 2026/2027 diskutierte EEG-Reform geht weiter: keine Förderung in Stunden mit negativen Preisen — für Neuanlagen über das Solarspitzengesetz schon aktiv — und eine „Übergangszahlung" statt der heutigen garantierten Vergütungen. Die Botschaft: Das Dach bleibt rentabel durch Eigenverbrauch, nicht durch den Verkauf an den Staat.

Energiepreise

Was der deutsche Strom im September kostet: 33 Cent pro kWh für Neukunden

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

Mitte September zahlten Neukunden mit einjähriger Preisgarantie im Schnitt 33 Cent pro kWh, laut Finanztip. Der Großhandel bleibt vom Nahostkonflikt geprägt, auch wenn sich die Preise gegenüber März entspannt haben; die Börse hatte 2025 bei durchschnittlich 8,65 Cent pro kWh geschlossen, knapp 11 Prozent über 2024. Die Gasversorgung — gesichert, sagt der BDEW.

Unternehmen

E.ON hält Kurs: 8,7 Milliarden Investitionen 2026, 48 Milliarden bis 2030 — fast alles in Netze

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

E.ON, Europas größter Verteilnetzbetreiber, bestätigt nach dem ersten Halbjahr die Jahresziele: bereinigtes EBITDA von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro. Die Netze allein lieferten über 3,8 Milliarden EBITDA im H1. Die Halbjahresinvestitionen von rund 3 Milliarden lagen wetterbedingt 7 Prozent unter Plan; der Plan 2026–2030 bleibt: 48 Milliarden, davon 40 nur für Netze.

Unternehmen

RWE hebt die Prognose und wettet auf Netze: EBITDA plus 40 Prozent und Mehrheit an Amprion

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

RWE schloss das erste Halbjahr 2026 mit einem bereinigten EBITDA von 3 Milliarden Euro, plus über 40 Prozent, und einem von 0,8 auf 1,3 Milliarden gestiegenen bereinigten Nettoergebnis. Der Konzern hebt die Jahresprognose, baut die Mehrheitsbeteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion aus und erhöht den Investitionsrahmen für 2026 auf 9 bis 11 Milliarden; bis 2031 sind 42 Milliarden netto geplant.

Neueste Nachrichten

Strom

Premiere in Deutschland: Die Wärmepumpe wird zum meistverkauften Heizsystem

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

195.000 verkaufte Wärmepumpen im ersten Halbjahr 2026 — plus 40 Prozent und mit 48,7 Prozent Marktanteil erstmals vor der Gasheizung, so der Verband BWP. Der Motor bleibt die Förderung: 30 Prozent Grundförderung auf bis zu 28.000 Euro Kosten, mit Boni bis 70 Prozent; seit Juli wurden die Konditionen angepasst, ab Februar 2027 beginnen sie zu sinken.

Erneuerbare

Erneuerbare decken 58 Prozent des deutschen Verbrauchs — Halbjahresrekord

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

Im ersten Halbjahr 2026 deckten die erneuerbaren Energien 58,0 Prozent des Bruttostromverbrauchs Deutschlands, fast drei Punkte mehr als im Vorjahr — Rekord für ein erstes Halbjahr, nach den Berechnungen von BDEW und ZSW. An der öffentlichen Nettostromerzeugung lag der grüne Anteil noch höher: 61,8 Prozent, mit Wind und Sonne an der Spitze.

Markt

Fünf Preiszonen statt einer: Die Empfehlung, die Deutschland in zwei Lager spaltet

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

Die europäischen Übertragungsnetzbetreiber haben im Bidding Zone Review die Teilung der gemeinsamen Preiszone Deutschland–Luxemburg in fünf Zonen mit unterschiedlichen Preisen empfohlen. ACER schätzt Effizienzgewinne von 450 bis 540 Millionen Euro pro Jahr; die Industrie und der Süden wehren sich vehement, der Norden fordert „eine neue Ordnung". Die Entscheidung ist im Herbst 2026 wieder ein offener politischer Konflikt.

Weitere Nachrichten

Netz

SuedLink kommt voran: Der erste Erdkabelabschnitt ist fertig, gebaut wird in sechs Bundesländern

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

Tennet hat den ersten vollständigen Erdkabelabschnitt der SuedLink-Trasse abgeschlossen — der 700 km langen 4-GW-Stromautobahn zwischen dem windreichen Norden und dem Industriesüden, die gleichzeitig in allen sechs durchquerten Bundesländern gebaut wird, mit Inbetriebnahme ab 2028. Daneben gehen 2026 der Schaltposten Osterath und die Ultranet-Verbindung in Betrieb.

Energiepreise

Die Überraschung des Jahres am deutschen Markt: Die Stunden mit Negativpreisen SINKEN — das System lernt

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 28. Sept. 2026

299 Stunden mit negativen Preisen im ersten Halbjahr 2026, gegenüber 389 im Vorjahreszeitraum — ein Minus von 23 Prozent, das die Prognosen von 700 bis 900 Stunden im Jahr widerlegt. Die Erklärung: fast verdoppelte Batterien, flexible Verbraucher und der Netzausbau. Die Extreme sind nicht verschwunden: Am 1. Mai fiel der Spot auf −50 Cent pro kWh.

Energiepolitik

Deutschlands grüner Strom kostet den Bundeshaushalt 2026 16 Milliarden Euro

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Der EEG-Finanzierungsbedarf für 2026 beträgt 16,15 Milliarden Euro — die Differenz zwischen 17,8 Milliarden Förderkosten und 3,1 Milliarden Vermarktungserlösen, nach der Rechnung der Übertragungsnetzbetreiber. Der Bundestag hat 17,2 Milliarden bereitgestellt. Seit 2023 steht die Rechnung nicht mehr auf der Stromrechnung, sondern im Haushalt.

Energiepolitik

Brüssel genehmigt den deutschen Industriestrompreis: rund 5 Cent für die energieintensive Industrie

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Die EU-Kommission genehmigte im April das deutsche Industriestrompreis-Schema: Betriebe aus rund 91 energieintensiven Branchen — Chemie, Stahl, Glas, Halbleiter — zahlen zwischen 2026 und 2028 effektiv etwa 5 Cent pro kWh, für höchstens die Hälfte ihres Jahresverbrauchs. Das Geld fließt erst ab 2027, rückwirkend, über Anträge beim Bundesförderzentrum.

Netz

Die Smart Meter bleiben die Achillesferse der deutschen Energiewende: 23 Prozent der Pflichtfälle ausgestattet

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Ende 2025 hatten nur 23,3 Prozent der Pflichteinbaufälle ein intelligentes Messsystem — das gesetzliche Ziel von 90 Prozent gilt erst für 2032. Die Pflicht trifft Verbraucher über 6.000 kWh/Jahr und Prosumenten ab 7 kWp; die Kosten sind auf 20 Euro pro Jahr gedeckelt. Ohne Smart Meter kein dynamischer Tarif — die Brücke zwischen den Haushalten und dem billigen Mittag des Marktes.

Energiepolitik

Deutschlands Kohleausstieg läuft dem Kalender voraus: Auch dieses Jahr braucht es keine Verbote

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Die Bundesnetzagentur stellte am 1. September fest, dass kein Kohleverfeuerungsverbot angeordnet werden muss: Bis zum Prüfstichtag waren bereits genug Kraftwerke aus dem Markt ausgeschieden, sodass das gesetzliche Zielniveau für 2029 deutlich unterschritten wird. Parallel prüft das Wirtschaftsministerium, RWE-Braunkohleblöcke in eine Sicherheitsreserve zu überführen. Der Endtermin bleibt spätestens 2038.

Strom

Deutschlands Rechenzentren überschreiten 3 Gigawatt, und der Netzanschluss wird zum Nadelöhr der KI

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Die Leistung der deutschen Rechenzentren wuchs 2025 um 9 Prozent auf 2.980 MW und überschreitet 2026 die 3.000-MW-Marke, bei 21,3 TWh Verbrauch, laut Bitkom. Die KI-Kapazitäten sollen sich bis 2030 vervierfachen, von 530 auf 2.020 MW. Der VDE warnt, der Netzanschluss werde zum entscheidenden Engpass: Betreiber wie Syna und Amprion mussten bereits zugesagte Anschlussverträge zurücknehmen.

Gas

Deutschlands LNG-Terminals nach dem Rekordjahr: 106 TWh eingespeist, Stade und Brunsbüttel rücken näher

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

2025 war das Rekordjahr der deutschen LNG-Terminals: 106 TWh Gas ins Netz eingespeist, bei rund 80 Prozent Auslastung. 2026 nähern sich die festen Terminals in Stade — frühestens im zweiten Quartal — und Brunsbüttel mit 8 bis 10 Milliarden Kubikmetern pro Jahr dem Start. Kritiker warnen vor Überkapazitäten; der Winter mit leeren Speichern gibt ihnen vorerst zu tun.

Gas

Die deutschen Gasspeicher gehen mit 57 Prozent in den Winter — dem tiefsten Stand seit Messbeginn

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Ende September waren die deutschen Speicher zu rund 57 Prozent gefüllt — etwa 18 Punkte unter dem Vorjahr und laut INES der tiefste Stand für diese Jahreszeit seit 15 Jahren. Die Szenarien des Speicherverbands: Mit 77 Prozent am 1. November übersteht ein Normalwinter ohne Sorgen; ein sehr kalter Winter kann die Speicher Anfang Februar leeren. Die Bundesnetzagentur sieht keine akute Gefahr.

Wasserstoff

Der erste Wasserstoff fließt durchs deutsche Kernnetz: Lingen–Marl, 120 Kilometer

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Deutschlands Wasserstoff-Kernnetz ist kein Plan mehr: Zertifizierter grüner Wasserstoff fließt von Lingen, wo ihn die RWE-Elektrolyseure erzeugen, bis zum Chemiepark Marl. Gascade hat eine 400-km-Trasse von Erdgas auf Wasserstoff umgestellt, und seit dem Start der Kapazitätsreservierungen im März hat sich die Nachfrage verdoppelt. Das Ziel: 9.040 km bis 2032, 18,9 Milliarden Euro.

Netz

Wer bezahlt das Netz der Zukunft? Die Bundesnetzagentur schreibt die deutschen Entgelte von Grund auf neu

EUROENERGY-REDAKTION | Deutschland | 27. Sept. 2026

Unter dem Codenamen AgNes baut die Bundesnetzagentur das Netzentgeltsystem neu: Die förmliche Konsultation des vollständigen Entwurfs beginnt im Sommer 2026, das neue Rahmenwerk steht bis Jahresende, die Anwendung kommt ab 2029. Erzeuger sollen erstmals Einspeiseentgelte zahlen, Speicher und flexible Verbraucher bekommen eigene Regeln. Im Februar hat die Behörde bereits die „vermiedenen Netzentgelte" gekappt — ein Relikt einer anderen Epoche.

Day-Ahead-Preis heute in Rumänien (€/MWh)

00:00 346,10
01:00 283,36
02:00 293,69
03:00 301,66
04:00 301,84
05:00 306,81
06:00 353,55
07:00 402,41
08:00 396,55
09:00 376,82
10:00 257,97
11:00 243,31
12:00 238,86
13:00 218,38
14:00 214,98
15:00 226,16
16:00 227,25
17:00 317,03
18:00 404,03
19:00 372,13
20:00 412,35
21:00 329,09
22:00 356,48
23:00 294,94

Rumäniens Verbrauch heute (MW)

00:00–01:00 · 5.429 MW 00:00 01:00–02:00 · 5.367 MW 01:00 02:00–03:00 · 5.284 MW 02:00 03:00–04:00 · 5.232 MW 03:00 04:00–05:00 · 5.256 MW 04:00 05:00–06:00 · 5.350 MW 05:00 06:00–07:00 · 5.913 MW 06:00 07:00–08:00 · 6.616 MW 07:00 08:00–09:00 · 7.008 MW 08:00 09:00–10:00 · 6.795 MW 09:00 10:00–11:00 · 6.246 MW 10:00 11:00–12:00 · 5.595 MW 11:00 12:00–13:00 · 5.136 MW 12:00 13:00–14:00 · 5.108 MW 13:00 14:00–15:00 · 5.180 MW 14:00 15:00–16:00 · 5.256 MW 15:00 16:00–17:00 · 5.632 MW 16:00 17:00–18:00 · 6.250 MW 17:00 18:00–19:00 · 6.763 MW 18:00 19:00–20:00 · 7.232 MW 19:00 5.429MW00:00–01:00

● verbrauchsarme Stunden ● mittlerer Verbrauch ● Spitzenstunden

Schnelldaten

Rumänien 311,5 €/MWh ▲ 12,4%

Frankreich 212,3 €/MWh ▼ 4,3%

aktualisiert 20:10

Nachrichtenarchiv

Weitere Meldungen

Veröffentlichte Beiträge: 1030