Die Überraschung des Jahres am deutschen Markt: Die Stunden mit Negativpreisen SINKEN — das System lernt
299 Stunden mit negativen Preisen im ersten Halbjahr 2026, gegenüber 389 im Vorjahreszeitraum — ein Minus von 23 Prozent, das die Prognosen von 700 bis 900 Stunden im Jahr widerlegt. Die Erklärung: fast verdoppelte Batterien, flexible Verbraucher und der Netzausbau. Die Extreme sind nicht verschwunden: Am 1. Mai fiel der Spot auf −50 Cent pro kWh.
EuroEnergy-Redaktion · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert 28. Sept. 2026
Jahrelang stiegen die Stunden mit negativen Preisen in Deutschland wie eine Flut: immer mehr Sonne am Mittag, gleiche Nachfrage, immer öfter Preise unter null. 2026 bringt das erste Zurückweichen des Wassers: 299 negative Stunden im ersten Halbjahr, gegenüber 389 im ersten Halbjahr 2025 — 23 Prozent weniger, wie die Marktanalysen festhalten.
Warum das überrascht: Analysten hatten für 2026 zwischen 700 und 900 negative Stunden im Gesamtjahr prognostiziert, nach der Logik „mehr Module = mehr Minusstunden". Die Module kamen — der Park überschritt 117 GW —, doch die Minusstunden wurden seltener.
Was sich geändert hat: der Speicher, vor allem. Der Batteriezubau hat sich fast verdoppelt, und die großen Speicherparks kaufen genau in den Stunden, die früher unter null stürzten. Dazu kommen flexible Industrieverbraucher, die Pionier-Elektrolyseure und das Solarspitzengesetz, das die Förderung aus den Negativstunden nahm — und damit den Anreiz, in ihnen zu produzieren.
Die Extreme halten sich: Der 1. Mai 2026 bleibt mit Stunden bei −50 Cent/kWh in den Büchern — Feiertag, volle Sonne, geschlossene Fabriken. Das System lernt, aber die perfekten Frühlingstage erwischen es noch mit ungemachten Hausaufgaben.
Die deutschen Preise, heute und morgen, Stunde für Stunde: die Preisseite.
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