Deutschland schreibt 12 Gigawatt neue Kraftwerke aus: erste Runden im September und Dezember
Das Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz (StromVKG), am 13. Mai vom Kabinett beschlossen, bringt 2026 insgesamt 12 GW zur Ausschreibung: je 4,5 GW im September und Dezember, dazu eine technologieneutrale Tranche von 2 GW, bei der auch Batterien bieten können. Alle neuen Gaskraftwerke müssen „H2-ready" sein, umrüstbar auf Wasserstoff bis 2045.
EuroEnergy-Redaktion · Deutschland · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert 28. Sept. 2026
Deutschland bestellt seine Versicherung für Abende ohne Wind und Sonne: Mit dem StromVKG, das das Bundeskabinett am 13. Mai 2026 beschlossen hat, schreibt der Staat den Bau neuer Erzeugungskapazitäten aus — insgesamt 12 Gigawatt in diesem Jahr, in zwei bis drei Runden.
Der Kalender: je 4,5 GW werden im September und im Dezember 2026 ausgeschrieben. Vom Jahresvolumen tragen 10 GW Langzeitkriterien — mindestens zehn Stunden Dauerbetrieb, also praktisch Gaskraftwerke —, während 2 GW technologieneutral sind: die Tranche, bei der auch Großbatterien bieten können.
Die grüne Bedingung: Alle neu gebauten Gaskraftwerke müssen „H2-ready" sein — umrüstbar auf Wasserstoff bis 2045. Separate Anreize treiben die frühe Umstellung: 2 GW sollen bis 2040 auf Wasserstoff wechseln, weitere 2 GW bis 2043.
Wer bieten darf: In den Runden 2026 nur neue Kapazitäten in Deutschland; Bestandsanlagen und Kapazitäten aus dem Ausland kommen erst in den Runden 2027 und 2029 zum Zug. Die Grundsatzeinigung mit der EU-Kommission im Januar hat den Weg freigemacht.
Warum es zählt: Die Kohle geht, die Dunkelflauten bleiben. Jemand muss sie decken; die Ausschreibung sagt, wer — und für wessen Geld.
Was Deutschland gerade produziert, nach Quellen: die Länderseite.
Weitere Nachrichten
Kommentare
Schreiben Sie den ersten Kommentar.