400 Millionen Lei für die Batterien der Prosumer. Nur jeder Dritte hat einen Speicher
Das Umweltministerium (Ministerul Mediului) hat ein Programm in die öffentliche Konsultation gegeben: Der Staat zahlt bis zu 15.000 Lei an der Batterie eines Prosumers, gedeckelt auf 1.250 Lei je kWh. Von 359.378 Prosumern Rumäniens haben 127.084 bereits einen Speicher.
Das Umweltministerium (Ministerul Mediului) hat ein Programm in die öffentliche Konsultation gegeben, mit dem der Staat die Batterien der Prosumer finanziert, mit einem Budget von 400 Millionen Lei, verwaltet über die Administrația Fondului pentru Mediu, den rumänischen Umweltfonds. Der Schwerpunkt verschiebt sich vom Anbringen neuer Module hin zum Bewahren der Energie, die die vorhandenen erzeugen.
Was der Staat gibt. Höchstens 15.000 Lei inklusive Mehrwertsteuer je Begünstigtem und höchstens 75 % der förderfähigen Kosten — der Rest, mindestens ein Viertel, gehört dem Prosumer. Die Förderung ist auf 1.250 Lei für jede kWh Kapazität gedeckelt. In der zur Konsultation stehenden Fassung muss die Batterie neu sein, mindestens 12 kWh groß, mit einer Garantie von mindestens fünf Jahren und mindestens 3.000 Lade-Entlade-Zyklen.
Das Programm richtet sich an Privatpersonen, die bereits Prosumer sind, unabhängig davon, ob sie ihre Module über Casa Verde Fotovoltaice oder aus eigener Tasche angebracht haben.
Wie viele schon Batterien haben. Der von ANRE zum 30. Juni 2026 veröffentlichte Stand zählt 127.084 Prosumer mit Speicher, von 359.378 insgesamt. Also 35 %, etwas mehr als jeder Dritte. Die übrigen knapp 232.000 sind genau die Zielgruppe des Programms. Die Zahlen, Kreis für Kreis, stehen auf der Prosumer-Seite.
Was 400 Millionen bedeuten. Bei der Obergrenze von 1.250 Lei je kWh deckt das Budget 320 MWh geförderter Kapazität. Das Ministerium rechnet mit mindestens 400 MWh, was voraussetzt, dass die Leute größere Batterien als das Minimum einbauen und die Differenz selbst zahlen: Die Obergrenze von 15.000 Lei ist genau bei 12 kWh erreicht, jede weitere kWh geht also aus der eigenen Tasche.
Zum Maßstab: Im Mai haben die Prosumer 313 GWh ins Netz verkauft, also etwa 10 GWh pro Tag. 400 MWh sind rund 4 % eines Liefertages. Das ändert das System nicht, verschiebt aber einen Teil der Mittagsspitze in den Abend, wo sie wirklich gebraucht wird.
Warum die Stunde zählt, nicht nur die Menge. Mittags erzeugen Hunderttausende Anlagen gleichzeitig und drücken den Überschuss ins Netz. Am Abend fällt die Solarerzeugung, der Verbrauch steigt, und die Differenz wird aus Gaskraftwerken, Wasserkraft oder Import gedeckt. Eine Hausbatterie erzeugt nichts zusätzlich — sie verschiebt Energie aus der Stunde, in der sie billig und reichlich ist, in die Stunde, in der sie teuer ist und fehlt. Für den Prosumer bedeutet das mehr Eigenverbrauch und weniger am Abend gekaufte Energie.
Was auf die Neuen zukommt. Unabhängig von dem Programm hat Ministerpräsident Ilie Bolojan vorgeschlagen, dass neue Prosumer sich nur dann ans Netz anschließen dürfen, wenn sie auch Speicherkapazität haben. Die Maßnahme ist nicht als Pflicht für die bereits Angeschlossenen angekündigt; für sie bleibt es bei der freiwilligen Förderung.
Der Text steht in der öffentlichen Konsultation und kann sich bis zur Veröffentlichung im Monitorul Oficial, dem rumänischen Amtsblatt, noch ändern. Die Mitteilung des Ministeriums steht hier.