Unternehmen5. Nov. 2026

Drax, Brookfield und Radiant planen Rechenzentrum mit über 1 GW am Kraftwerk Drax; Investition könnte 20 Mrd. Pfund übersteigen

Drax hat am 3. November eine Partnerschaft mit Brookfield und dessen Plattform Radiant für ein KI-Rechenzentrum auf dem Gelände des Kraftwerks in North Yorkshire angekündigt. Die erste Phase mit bis zu 100 MW und 2,5 Mrd. Pfund soll ab dem ersten Quartal 2028 mit Netzstrom laufen.

EuroEnergy-Redaktion · Vereinigtes Königreich · 1 Min. Lesezeit

Domurile de depozitare a peleților de biomasă și baza unui turn de răcire la centrala Drax, în North Yorkshire
Foto: Isaac Bee · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Die Drax Group, die das größte Kraftwerk Großbritanniens betreibt, hat mit der Investmentgesellschaft Brookfield und deren in Großbritannien ansässiger KI-Infrastrukturplattform Radiant eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung eines Rechenzentrums am Kraftwerk Drax in North Yorkshire unterzeichnet. Die Finanzierung soll über das Gemeinschaftsunternehmen Brookfield–Qai kommen; Qai ist eine Tochter der Qatar Investment Authority, so The Next Web.

Die Zahlen. Brookfield schätzt, dass die Gesamtinvestition einschließlich Chips 20 Mrd. Pfund übersteigen könnte, davon 2,5 Mrd. in der ersten Phase. Diese zielt auf bis zu 100 MW Kapazität, Betrieb ab dem ersten Quartal 2028 und Versorgung aus dem nationalen Netz. Eine zweite Phase soll zwischen 2028 und 2031 weitere 500 MW bringen, eine dritte nach 2031 folgen. Das Kraftwerksgelände umfasst rund 1.000 Acres, 4 GW Netzzugang und 2,6 GW regelbare Erzeugungskapazität, so Drax.

Was das Unternehmen sagt. Vorstandschef Will Gardiner sagte, das Projekt könne „die langfristige Zukunft des Standorts sichern“ und „Hunderte Arbeitsplätze“ schützen. Laut The Guardian stieg der Börsenwert des Unternehmens um fast 9 % auf fast 3 Mrd. Pfund.

Hintergrund. Das Kraftwerk verbrennt Holzpellets und erzeugt fast 5 % des Stroms im Land; Analysten halten es für den größten einzelnen CO₂-Emittenten Großbritanniens, schreibt The Guardian. Die Regierung hat erklärt, Drax werde eine „deutlich begrenztere Rolle“ spielen und 2027–2031 nur noch die Hälfte der bisherigen Subventionen erhalten. Die direkte Versorgung des Rechenzentrums aus dem Kraftwerk in Phase zwei braucht die Zustimmung der Regierung, merkt The Next Web an.

Wie es weitergeht. Die erste Phase hängt von Baugenehmigungen, regulatorischen und netzseitigen Zulassungen sowie einem Mieter ab. Eine öffentliche Konsultation soll in Kürze beginnen, das Genehmigungsverfahren in den kommenden Monaten, so Drax und Construction Enquirer.

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